Uebel Interviews: Gespräch mit Iván Marin García

Unser F. Arthur Uebel Künstler Iván Marin García setzt unsere kleine Interviewreihe mit vielen spannenden Einblicken und Impulsen fort.

Wie haben Sie Ihr Instrument entdeckt?

Mein Großvater war ein großartiger professioneller Klarinettist und begann, mir im Alter von 3 oder 4 Jahren Musik beizubringen. Ich habe eine ganze Weile Blockflöte gespielt, bevor ich die Klarinette in die Hand nahm.

Wann wussten Sie, dass Sie Berufsmusiker werden wollten?
Als ich zum Studium nach Los Angeles (Kalifornien) ging und in einem Orchester saß, wusste ich, dass ich meinen Lebensunterhalt als Orchestermusiker verdienen wollte. Damals war ich 17 Jahre alt. Bis dahin hatte ich nicht ein einziges Mal die Gelegenheit, das Musizieren in einem Orchester zu erleben. Ich hatte bereits mein Musikstudium am Konservatorium in Spanien abgeschlossen, aber damals, in den 90er Jahren, gab es nicht viele Möglichkeiten im Orchester zu spielen. Bis ich in diesem Orchester an der Universität saß, hatte ich zwar Klarinette studiert, aber nicht in Frage gestellt, ob ich Berufsmusikerin werden würde oder nicht.

Wie wichtig ist es, sein Wissen weiterzugeben, zum Beispiel durch Unterrichten?

Äußerst wichtig. Ich finde, dass wir uns jetzt für eine ganzheitlichere Sichtweise von Musikern öffnen. Ich habe mich schon immer für alle psychologischen Aspekte rund um das Musikerdasein interessiert, und gerade jetzt ist die Gesellschaft offener dafür, darüber zu sprechen. Lampenfieber, bewusstes Üben, Ziele zu erreichen, etc.
In meinem Fall habe ich mein ganzes Leben damit verbracht, diese Bereiche zu erforschen. Ich liebe die Idee, den Weg für zukünftige Generationen einfacher zu machen, da sie bereits mit anderen Schwierigkeiten wie Stress, Umweltverschmutzung, Aufmerksamkeitsdefiziten aufgrund des technologischen Fortschritts usw. zu kämpfen haben. Das gilt auch für all das musikalische und technische Wissen, das ich weitergeben möchte. Mein Ziel ist es, anderen Musikern beizubringen, wie sie ihre eigenen Lehrer werden können und sie in Kontakt mit ihrer ganz eigenen und persönlichen Stimme zu bringen.

Was ist die Rolle der klassischen Musik in der heutigen Gesellschaft?

Ich glaube, dass die Wahrheit die Wahrheit war, ist und sein wird. Klassische Musik ist eine Energie, die für mich viel Wahrheit enthält. Sie ist das, was ich als herzbasierte Energie bezeichne. Sie ist sowohl für die Interpreten als auch für das Publikum therapeutisch. Musik, die unter diese Beschreibung fällt, wird von der Menschheit sehr dringend benötigt, besonders wenn die Gesellschaft schwierige Momente durchlebt. Meiner Meinung nach wird manche moderne Musik schnell alt, weil ihr die Tiefe der „klassischen“ Musik fehlt. Ich glaube, dass Komponisten ihr Potenzial ausschöpfen sollten, um herauszufinden, welche Art von Musik heutzutage geliefert werden könnte, die zu den heutigen Bedürfnissen passt, und nicht nur aus Selbstzweck das verlängern, was in letzter Zeit gemacht wurde.

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